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Unsere Massnahmen
Europaweit testen wir die gross angelegte Einführung von E85 mit Flexifuel-Fahrzeugen und untersuchen verschiedene alternative Treibstoffoptionen.
Was versteht man unter PSI?
Wir haben einen grundlegend neuen Ansatz entwickelt, umweltverträglichere Fahrzeuge zu produzieren. Bereits im Frühstadium der Fahrzeugentwicklung stellt der Nachhaltigkeitsindex die Umweltverträglichkeit eines Fahrzeugs auf den Prüfstand. Eine unabhängige Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Fords PSI eine umfassende Nachhaltigkeitsbewertung ermöglicht. PSI ist mit ISO 14040, dem internationalen Standard für Ökobilanzen, kompatibel:
  • Globale Erwärmung durch CO2-Emissionen
  • Luftverschmutzungspotenzial (andere Emissionen)
  • Verwendung nachhaltiger Materialien (recycelte oder erneuerbare Materialien)
  • Luftqualität im Fahrzeuginnenraum (einschl. TÜV-Allergietest)
  • Fahrgeräusche
  • Sicherheit von Fahrgästen und Fussgängern
  • Mobilitätskapazität (Sitz- und Gepäckraumkapazität nach Fahrzeuggrösse)
  • Anschaffungs- und Unterhaltskosten (Gesamtkosten in den ersten drei Jahren)
Die Entwicklung des Ford S-MAX und des Galaxy erfolgte bereits nach den Kriterien des PSI. Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit des Galaxy wurden im Vergleich zum Vorläufermodell weiter verbessert.

Alle unsere Fahrzeuge werden nun nach den Kriterien des PSI entwickelt.
Dagenham, unser grünes Energiewerk
Soweit wie möglich greifen wir auf erneuerbare Energien zurück. In unserem englischen Werk in Dagenham ist es uns gelungen, als erster Automobilproduzent 100% unseres Energiebedarfs durch Windkraft zu decken. Die auf dem Werksgelände stehenden Windkrafträder produzieren über 6 Million Kilowattstunden Strom pro Jahr. In Dagenham konnte zudem der Wasserverbrauch durch intelligente Recyclingprozesse in den letzten fünf Jahren um 67% gesenkt werden.
Pilotprojekte
Gemeinsam mit unseren externen Partnern testen wir die Einführung von E85- und Flexifuel-Fahrzeugen in grossem Umfang. Bei unserem Partner BEST (Bioethanol for Sustainable Transport) sind Pilotprojekte in Grossbritannien, Spanien, Italien, Deutschland und den Niederlanden geplant oder bereits angelaufen. Die Regierungsbehörde PROCURA, welche Empfehlungen für nachhaltige Prozesse erstellt, richtet zusätzlich Testprogramme in Italien, Portugal, Polen, Spanien und den Niederlanden ein.
Schweden
80 bis 90% der in Schweden verkauften Focus- und C-MAX-Modelle sind inzwischen Flexifuel-Fahrzeuge. Dies macht deutlich, was erreicht werden kann, wenn verschiedene Partner in der Industrie kooperieren. Wir arbeiten weiterhin eng mit Regierungs- und Nicht-Regierungsorganisationen zusammen, um die Entwicklung alternativer Konzepte voranzutreiben.

Zum Verkaufserfolg von E85-/Flexifuel-Fahrzeugen tragen folgende Anreize bei:
  • Kostenloses Parken in bestimmten Städten
  • Ermässigte Kosten für die Personenwagenversicherung
  • Befreiung von der City-Maut in Stockholm
  • Ermässigter Steuersatz für Firmenfahrzeuge
  • Niedrigere Kraftfahrzeugsteuer
  • Bioethanol ist von der Mineralölsteuer befreit
Als Teil des Programms verpflichtet sich die schwedische Regierung, dass 75% der von ihr gekauften Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen betrieben werden müssen (ausser Notfallfahrzeuge). Per Gesetz müssen alle Tankstellen mit einem jährlichen Volumen von über 1‘000 Kubikmetern bis zum 31.12.2009 eine Zapfsäule für alternativen Kraftstoff vorweisen. Für alle neuen Tankstellen gilt diese Auflage ab sofort. Seit 2001 konnte die Anzahl von E85-Zapfsäulen auf mehr als 600 erhöht werden. Ziel ist, dass bis 2009 etwa 60% aller 4‘000 Tankstellen in Schweden E85 anbieten.
Frankreich
In Frankreich wurde eine Bio-Kraftstoff-Satzung von mehreren Organisationen, u. a. von Ford, erstellt und unterzeichnet. Die Satzung umfasst weitreichende steuerliche Erleichterungen für Besitzer von Flexifuel-Fahrzeugen und von Fahrzeugen, welche mit alternativen Kraftstoffen betrieben werden. Bis Ende 2008 sollen 1‘500 Zapfsäulen für E85 entstehen. Die französische Regierung verpflichtet sich, dass 30% der von ihr im 2008 gekauften Fahrzeuge Flexifuel-Fahrzeuge sein müssen.
Europaweit
Die in Europa verkauften Fahrzeuge enthalten mehr als 250 Teile aus nicht-metallischen recycelten Materialien (Kunststoff, Gummi, Gewebe). Dadurch werden pro Jahr 14‘000 Tonnen Abfall eingespart. Wir haben ein komplettes Recycling-Programm mit Gestaltungsrichtlinien für die Verwertung, mit Vorgaben für den vermehrten Einsatz von recycelten Materialien und einer reduzierten Verwendung gefährlicher Materialien entwickelt. Unser Ziel ist die Produktion von Fahrzeugen, die nahezu vollständig recycelt werden können.